Prickelnde Geschichten
Champagner-Anekdoten berühmter Persönlichkeiten
Champagner ist seit Jahrhunderten mehr als nur ein Getränk. Er ist Symbol für Eleganz, Lebensfreude – und manchmal auch für kleine Exzesse. Kein Wunder also, dass er in der Geschichte immer wieder eine Hauptrolle spielte.
Winston Churchill – „Ich kann auf alles verzichten, nur nicht auf Champagner“
Der britische Premierminister war ein bekennender Champagner-Liebhaber. Besonders angetan hatte es ihm der Pol Roger, von dem er angeblich über 40.000 Flaschen in seinem Leben trank. Nach seinem Tod benannte das Haus Pol Roger sogar eine Cuvée nach ihm – eine prickelnde Hommage an seine Leidenschaft.
Marilyn Monroe – ein Bad in Champagner
Die Filmikone liebte Champagner so sehr, dass sie angeblich einmal ein Bad darin nahm – und zwar mit rund 350 Flaschen. Ob Legende oder Wahrheit, die Geschichte trägt bis heute zu ihrem glamourösen Mythos bei.
Napoléon Bonaparte – Champagner als Begleiter von Sieg und Niederlage
Napoléon brachte es auf den Punkt:
„Im Sieg verdienst du ihn, in der Niederlage brauchst du ihn.“
Der Kaiser soll Champagner als Trostspender wie auch als Siegesgetränk geschätzt haben. Seine Soldaten tranken ihn angeblich direkt aus der Flasche – ein früher Vorläufer moderner Partygewohnheiten.
Coco Chanel – Champagner als Alltagsluxus
Die Mode-Ikone Coco Chanel war überzeugt:
„Ich trinke Champagner nur bei zwei Gelegenheiten: wenn ich verliebt bin und wenn ich es nicht bin.“
Für sie war Champagner kein Getränk nur für besondere Anlässe, sondern ein Stück Lebensphilosophie – immer mit Stil und Eleganz.
F. Scott Fitzgerald – Champagner und die Goldenen Zwanziger
Der Autor von Der große Gatsby brachte den Champagner in die Literatur der 1920er Jahre. Für Fitzgerald war er das perfekte Symbol für Überfluss, Glanz und die ausschweifende Partykultur seiner Zeit. Seine berühmte Aussage:
„Zu viel von allem ist schlecht, aber zu viel Champagner ist gerade genug.“
Mata Hari – Champagner vor der Hinrichtung
Die berüchtigte Tänzerin und Spionin Mata Hari soll 1917, kurz vor ihrer Hinrichtung in Paris, eine letzte Bitte gehabt haben: ein Glas Champagner. Selbst im Angesicht des Todes hielt sie an Eleganz und Stil fest – ein legendärer Abgang.
Katharina die Große – Champagner zum Frühstück
Die russische Zarin war berühmt für ihre Liebe zum Luxus. Champagner gehörte für sie selbstverständlich zum Frühstück dazu. Berichte erzählen, dass sie sich ihre Flaschen sogar mit einer speziellen, goldenen Vorrichtung öffnen ließ – schließlich sollte eine Kaiserin ihre Fingernägel nicht an einem Korken ruinieren.
Mark Twain – Der Humorist mit prickelnden Worten
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain liebte Wortspiele – und Champagner. Einmal meinte er augenzwinkernd:
„Zu viel von allem ist ungesund – außer Champagner. Den kann man nie genug haben.“
Damit brachte er die Lebensphilosophie vieler seiner Zeitgenossen auf den Punkt.
James Bond – der Agent mit der Vorliebe für Schaum
Kein Filmheld wird so sehr mit Champagner verbunden wie 007. Schon Ian Fleming schrieb seinem Geheimagenten eine Vorliebe für Bollinger und Dom Pérignon in die Biografie. Roger Moore erzählte später, dass er beim Dreh manchmal mehr echten Champagner als Film-Champagner im Glas hatte – was die Szenen entsprechend beschwingt machte.
Die Erfindung des „Sabrage“
Die Kunst, Champagner mit einem Säbel zu öffnen, soll auf die Husaren Napoléons zurückgehen. Nach gewonnenen Schlachten ritten sie mit gezücktem Säbel in die Champagne und köpften die Flaschen vom Pferderücken aus. Eine Mischung aus Prahlerei und Durst – und bis heute ein beliebter Partytrick.
Oscar Wilde – der Champagner-Dandy
Der Schriftsteller Oscar Wilde konnte es nicht lassen, spitze Bemerkungen mit einem Glas Champagner zu garnieren. Sein berühmtes Bonmot:
„Man sollte stets Champagner im Kühlschrank haben – für unerwartete Gäste und für unerwartete Gelegenheiten.“
Praktisch, charmant und ein wenig dekadent – ganz im Stil des Dichters.
Ein Champagnerregen in Monaco
Bei einem Formel-1-Rennen in Monaco in den 1960er Jahren soll der Sieger versehentlich die Korkenexplosion nicht kontrolliert haben – und das Publikum wurde mit Champagner geduscht. Seitdem gehört die Champagnerdusche bei Motorsport-Siegen zum festen Ritual – ein Spaß, den heute kein Podium mehr missen möchte.


