
Ruinart
Ruinart – Die älteste Champagnerdynastie der Welt
Wer Champagner sagt, meint oft Moët, Veuve oder Dom Pérignon. Doch wer etwas tiefer in die Geschichte blickt, stößt auf einen Namen, der älter ist als alle anderen: Ruinart. Gegründet im Jahr 1729, ist das Haus nicht nur ein Pionier, sondern auch bis heute ein Botschafter für Eleganz, Raffinesse und französische Lebenskunst.
Geschichte – Der erste Name des Champagners
Die Wurzeln von Ruinart liegen in der Vision von Dom Thierry Ruinart (1657–1709), einem Benediktinermönch und Zeitgenossen von Dom Pierre Pérignon. Thierry erkannte früh das Potenzial des „vin de bulles“, des „perlenden Weins“, der in Versailles und am französischen Hof zum Modegetränk avancierte.
Sein Neffe Nicolas Ruinart setzte diese Idee 1729 in die Tat um und gründete das erste offiziell registrierte Champagnerhaus der Welt. Damit war Ruinart der Wegbereiter für eine ganze Branche.
Schon im 18. Jahrhundert machte sich Ruinart einen Namen als Lieferant der europäischen Aristokratie und prägte den Champagner als Luxusgut und Symbol gesellschaftlicher Feste.
Lokale Beschreibung & Anbaugebiete
Die Heimat von Ruinart ist Reims, die Hauptstadt der Champagne. Dort besitzt das Haus nicht nur historische Gebäude, sondern auch die spektakulären Crayères – jahrhundertealte, 38 Meter tiefe Kreidekeller, die zum UNESCO-Welterbe zählen. In diesen Kathedralen aus weißem Stein reift der Champagner bei konstanter Kühle und Feuchtigkeit zu seiner legendären Eleganz.
Ruinart bezieht seine Trauben aus den besten Lagen der Champagne, mit Schwerpunkt auf Premier- und Grand-Cru-Weinbergen der Côte des Blancs und der Montagne de Reims.
Die Rebsorten:
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Chardonnay – das Herzstück und Aushängeschild von Ruinart, verantwortlich für Frische, Finesse und Eleganz.
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Pinot Noir – gibt Struktur und Tiefe.
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Pinot Meunier – sorgt für runde Fruchtigkeit.
Besonders berühmt ist Ruinart für seine Blanc de Blancs-Cuvées, die ausschließlich aus Chardonnay bestehen – ein Stil, der das Haus unverwechselbar macht.
Bedeutung – Eleganz in Reinform
Ruinart gilt als der feinste Ausdruck des Chardonnay-Champagners. Während andere Häuser auf Kraft und Opulenz setzen, ist Ruinart bekannt für Leichtigkeit, Frische und pure Eleganz.
Die Prestige-Cuvée Dom Ruinart, benannt nach dem Ordensmann, ist ein Meisterwerk der Chardonnay-Kunst und wird nur in herausragenden Jahrgängen produziert.
Mit dieser Ausrichtung hat sich Ruinart eine treue Fangemeinde unter Feinschmeckern, Sommeliers und Designliebhabern aufgebaut.
Kulturelle Rolle – Champagner trifft Kunst
Kaum ein Champagnerhaus ist so stark mit Kunst und Kultur verbunden wie Ruinart. Seit Jahrzehnten arbeitet das Haus mit zeitgenössischen Künstlern zusammen, die limitierte Editionen und Installationen entwerfen.
Von Jaume Plensa bis David Shrigley – Ruinart verbindet die prickelnde Eleganz seiner Champagner mit künstlerischen Statements, die auf Messen wie der Art Basel oder der FIAC in Paris präsentiert werden.
Ruinart ist damit nicht nur ein Champagner, sondern auch ein Kulturbotschafter, der Luxus mit Kreativität und Innovation verbindet.
Verbundene Persönlichkeiten
Schon im 18. Jahrhundert war Ruinart am Hof von Ludwig XV. gefragt. Später schwärmten Künstler, Schriftsteller und Modeikonen von seiner Leichtigkeit.
Heute findet man Ruinart auf den Tischen von Spitzenköchen, in den Händen internationaler Künstler und bei exklusiven Events der Mode- und Kunstszene.
Aktuelle Werbeträger
Ruinart setzt weniger auf klassische Celebrities und mehr auf kreative Partnerschaften. Die „Carte Blanche“-Serie lädt jährlich einen zeitgenössischen Künstler ein, das Haus neu zu interpretieren. So entstanden spektakuläre Projekte von:
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David Shrigley (2018), britischer Künstler mit humorvoller Handschrift,
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Jaume Plensa (2017), spanischer Bildhauer,
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Eva Jospin (2023), die poetische Installationen aus Papier schuf, inspiriert von den Crayères.
Damit positioniert sich Ruinart bewusst als Haus der Kunst und Kultur – ein Luxusprodukt, das intellektuelle Tiefe und künstlerische Inspiration transportiert.
Ruinart ist nicht einfach ein Champagner, sondern eine Institution. Als ältestes Champagnerhaus der Welt verbindet es Geschichte und Innovation, Tradition und Kunst, Eleganz und Kreativität.
Wer eine Flasche Ruinart öffnet, trinkt nicht nur Champagner – er feiert 300 Jahre Kulturgeschichte, verpackt in feinste Perlage und Chardonnay-Eleganz.
Oder, wie es ein Fan des Hauses einmal formulierte:
„Ruinart ist nicht der lauteste Champagner – aber er ist der feinste.“



